Die experimentelle Herstellung von Farbpigmenten aus überschüssigen Algen bildet die Ausgangslage des Alga Print Labs. Die Biomasse wird mittels unkonventioneller Ernteverfahren aus aquatischen Ökosystemen gewonnen, anschliessend getrocknet und in einem ressourcen schonenden Prozess weiterverarbeitet. Das Projekt operiert im Spannungsfeld von ökologischer Praxis, materialbasierter Forschung und handwerklicher Technik. Algen fungieren dabei nicht nur als pigmentliefernder Rohstoff, sondern auch als symbolisch aufgeladener Träger ökologischer und ästhetischer Fragestellungen. Die künstlerische Auseinandersetzung reflektiert Stoffkreisläufe, nachhaltige Ressourcennutzung und die Schnittstellen von Natur, Technologie und Kultur. In der Transformation des organischen Materials zu Farbe und Form verschränken sich experimentelle Praxis und kritische Materialästhetik zu einer zeitgenössischen ökologischen Kunststrategie.

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